Montag, 2. Februar 2009

luxus neu definieren

gestern abend in irgendeinem fiesen noch-reicher-und-schöner-format erfahren, dass luxus bedeutet, viel mehr zu haben, als man eigentlich braucht. so kostet das zarenfrühstück im st.petersburger ritz-carlton 2000.- pro person. "natürlich isst das keiner unserer gäste vollständig auf. im gegenteil, in der regel wird nur ein wenig drin rumgestochert. aber das macht ja den luxus aus - viel mehr zu haben, als man eigentlich braucht." so in etwa lautete der kommentar des hotelpersonals.
an dieser stelle rufe ich dazu auf, luxus neu zu definieren!!! fast überall auf der welt ist es luxus, so viel zu haben wie man braucht. all die pelztragenden, nicht über geld sprechenden, viel zu viel habenden reichen und schönen sollten nur einmal in ihrem leben ein kleines bisschen weniger haben, als sie brauchen - bitte!
wie gut, dass sich luxus jeder selbst definieren kann.

Sonntag, 1. Februar 2009

manchmal läuft im kino sch****

nein, eigentlich müsste es in diesem fall heißen: manchmal läuft ins kino sch****. gestern zumindest. wir saßen im kino und sahen uns diesen tollen film an, alle waren gebannt vor spannung und emotionalität. vor uns war gerade die schlüsselszene dabei, sich zu entfalten, wann konnte die spannung förmlich knistern hören da . . . wurde die leinwand plötzlich schwarz, das licht ging an und ein mitarbeiter des kinos, der offensichtlich den kürzeren gezogen hatte betrat, innerlich gewappnet jeden moment gelyncht zu werden, den saal. es ging ein empörtes grummeln durch die menge, in den gesichtern lag enttäuschtes entsetzen, man kann doch unmöglich in der spannendsten stelle eine pause einbauen! außerdem sind wir alle groß, keine muss mal, wir brauchen garkeine pause! war auch garkeine pause vorgesehen. der arme kinomitarbeiter musste der wütenden meute nun offenbaren, dass es ein problem mit den toiletten gab. wir wollten ja garnicht auf die toilette, also kein thema, mach den film wieder an! nee, ging nich, weil das problem mit den toiletten ein bisschen größer war, die suppe lief langsam aber offenbar unaufhaltsam in den kinosaal und drohte die elektronik zu zerstören. daher musste diese bis auf weiteres ausgeschaltet werden, heute würde der film hier sicher nicht weiterlaufen. das war ja wohl ein ganz schlechter witz. es war grade viel zu spannend!!! wären wir mal lieber in benjamin button gegangen!

Freitag, 23. Januar 2009

gute tipps 2

noch so ein guter und offenbar selten beachteter tipp ist die aufschrift "keine heiße asche einfüllen" die man hier in berlin auf zahlreichen hinterhof-mülltonnen lesen kann. bevor ich in berlin wohnte waren mir kachelöfen ehrlich gesagt ziemlich fremd und ich dachte immer, mit dem hinweis seien zigaretten gemeint. inzwischen weiß ich es besser und durfte nun schon zum zweiten zeuge davon werden, wie ernst dieser gute tipp zu nehmen ist, als es gestern in unserem hof lichertloh brannte:

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sorry, aber hier wohnen doch echt nur vollidioten!

Donnerstag, 22. Januar 2009

gute tipps

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"immer schöööön einen schritt nach dem anderen" - ist ein guter tipp und kommt so meistens von männern. die fahren damit auch ganz gut - aber, und jetzt lehne ich mich mal aus dem fenster, nur, weil wir freuen währenddessen mal eben sieben sachen gleichzeitig machen. wir sind sozusagen, wie eine rolex. während die gemeine uhr pro sekunde schön einen schritt macht, gönnt sich der sekundenzeiger einer rolex keine pause, er saust in einer minute, ohne anzuhalten einmal im kreis. gut, im kreis sausen wir hoffentlich nicht, aber meine metapher ist angekommen, oder?
wir sind die rolexsekundenzeiger, die die welt rund laufen lassen, sonst würde sie, immer schön einen schritt nach dem anderen machend, durch das all stottern.
ich will damit jetzt niemandem zu nahe treten, es gibt ja auch viel mehr uhren, deren sekundenzeiger immer schön einen schritt nach dem anderen machen und das ist ja auch toll und ihr fahrt damit super, ich will nur sagen, dass wir das nicht alle machen könnten. der tipp ist ja nett gemeint und wir nehmen ihn auch mit einem dankbaren, aber wissenden lächeln an, aber wir müssen eben rund laufen. das muss an dem einen zusätzlichen strichlein liegen, dass aus dem Y ein X macht. vielleicht...

Freitag, 16. Januar 2009

Eis

"anna, anna du musst ganz schnell kommen, die gaaaaaaanze rummelsburger bucht ist zugefroren und es sind hunderte von menschen auf dem eis!" rief es und anna gehorchte. was für ein anblick! da waren wirklich hunderte menschen, auf schlittschuhen, mit kinderwagen, mit hunden, mit schlitten und mit fahrrädern. leider waren wir zu spät um die mini elektro-party auf dem eis noch mitzuerleben, aber dafür gabs glühwein, mitten aufm wasser. die sonne ging langsam unter, die sillhouetten tanzten schemenhaft im gegenlicht der januarsonne. war das schön! danke für den anruf!

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und danke für die bilder!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

zipper

ZC050006_small"wegen einem reißverschluss" wiederholte ich apathisch, während ich den kopf immer wieder gegen das lenkrad schlug, "wegen einem reißverschluss" (der dativ ist im täglichen sprachgebrauch leider verloren gegangen). da stand ich nun, abends um sieben minuten nach acht, in der skalitzer straße in berlin kreuzberg. nichts ging mehr. der unangenehme typ vor mir scherte aus, um dann 20 meter weiter vorne wieder links zu blinken. is zwar nich grade die feine englische art, aber hätte ich auch mal machen sollen!
was haben die menschen nur gegen den reißverschluss. er ist in unseren leben unentbehrlich geworden, er hat massenweise knöpfe arbeitslos gemacht und eigentlich dachte ich immer, er sei eine gute erfindung, aber ich habe mich in ihm getäuscht. er ist zu kompliziert für uns prekariatler. offensichtlich. jetzt kann ich auch mirja boes verstehen! 15 minuten für 50 meter. ich glaube es war inspector gadget, der dieses fantastische auto hatt, das einfach die räder ausfahren konnte und so über alle wartenden autos hinweg brausen konnte . . . ich wünschte, ich wäre inspector gadget!

Sonntag, 7. Dezember 2008

modepolizei

ich will mich wirklich nicht als oben genanntes aufspielen, aber manchmal gruselt es einen einfach. ich sitze gerade in einem der berliner in-cafés und bin erstaunt, nein, erschüttert, wie sich manche menschenauf die straße trauen. ich unterstelle jetzt einfach mal so ziemlich jedem so viel eitelkeit, dass er einen blick in den spiegel wirft, bevor er das haus verlässt. setzt man dies voraus, ist das, was sich einem in berlin mitte/prenzlauer berg so begegnet umso unerklärlicher. manchmal kann ich mir nicht vorstellen, dass mein gegenüber in den spiegel geschaut hat und bei sich dachte: "hey, sieht klasse aus, da hab ich mich ja mal wieder selber übertroffen". ok, den letzten teil des satzes kann ich mir schon vorstellen, aber erben den ersten nicht. die beine bei minusgraden quasi nackig, den po in schmuddelig beigen flokati gewickelt, den oberkörper in ein olles schießer-feinrip-unterhemd gesteckt, jacke drüber und raus. ernsthaft? ein glitzerband das stark an die gimmicks aus Pferdezeitschriften erinnern auf den kopf, ne feder reingesteckt und schon ist der alltagsfähige look berlins perfekt.
wuahhh, da schüttelts mich - mein gott bin ich spießig!

Montag, 1. Dezember 2008

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